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Neue Hoffnung für angeschlagene Alitalia

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Neue Hoffnung für angeschlagene Alitalia

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Kann die schwer angeschlagene Alitalia doch noch einmal durchstarten? Ausgeschlossen scheint das mit einem Mal nicht mehr, dank neuer Gesprächsbereitschaft der Investorengruppe auf der einen Seite und der Gewerkschaften auf der anderen.

Letzte Nacht hat die Gewerkschaft der Piloten nach langem Widerstand den Plan der Investoren gebilligt. Diese italienische Investorengruppe will nur die überlebensfähigen Teile von Alitalia kaufen und mit dem Konkurrenten Air One verschmelzen. Allerdings würden damit mehr als dreitausend Stellen verloren gehen.

Mehrere andere Gewerkschaften hatten schon im Lauf der Woche zugestimmt, nachdem die Investoren einiges nachgebessert hatten. Jetzt kommt es noch auf die Vertreter des Kabinenpersonals an: Sie wollen am Montag noch einmal mit sich reden lassen.

Ein Alitalia-Pilot zeigt sich auch zufrieden damit, dass offenbar der Einstieg eines ausländischen Partners bevorsteht, Lufthansa vielleicht oder Air France / KLM. Das seien seriöse Firmen, die sich in der Branche auskennen würden – die Ergebnisse sprächen für sich.

Air France / KLM war vor Monaten mit einem Kaufangebot am Widerstand der Gewerkschaften gescheitert. Offenbar würde die Fluglinie jetzt aber trotzdem um die zwanzig Prozent an der neuen, abgespeckten Alitalia übernehmen.

Eine ähnliche Zahl gilt nach Medienberichten auch für die Lufthansa, deren Chef deshalb gerade erst zu Gesprächen in Rom war, auf Einladung der Regierung. Sowohl für einige Gewerkschaften als auch für die Regierung gilt die Lufthansa als Wunschpartner. Im Gegensatz zu Air France / KLM gehört die Lufthansa allerdings einem anderen Luftfahrtbündnis an, der Star Alliance; mit Geld ließe sich aber auch dieses Problem lösen.