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Belgisch-niederländischer Finanzdienstleister Fortis vor dem Verkauf

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Belgisch-niederländischer Finanzdienstleister Fortis vor dem Verkauf

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Bei dem belgisch-niederländischen Finanzdienstleister Fortis hat sich die Lage zugespitzt.
Nach dem Kurssturz der Aktien am Freitag und dem Rücktritt des Vorstandvorsitzenden
will Fortis will vor Handelsbeginn am Montag Einzelheiten über einen Verkauf des Unternehmens oder von Unternehmensteilen bekanntgeben.
Als wichtigste Interessenten gelten die französische Finanzgruppe BNP-Paribas und ihr niederländischer Rivale ING.
Der Belgische Verband der Finanzdienstleister zeigt sich besorgt über eine mögliche Verunsicherung der Kunden: Eine Sprecherin betonte, dass es in operationeller Hinsicht bei Fortis keinerlei Probleme gebe.
Auch das britische Finanzinstitut Bradford&Bingley ist in großen Schwierigkeiten. Die Regierung in London dementierte am Abend Berichte, sie habe die Verstaatlichung des angeschlagenen Baufinanzierers beschlossen.
Oppositionsführer David Cameron erklärte, es müsse absolut klar sein, dass die Guthaben der Kunden nicht in Gefahr seien. Die Konservativen seien nach wie vor bereit, mit der Regierung über eine Gesetz zum Einlagen-Schutz zu sprechen. Außerdem brauche die Bank von England neue Möglichkeiten, angeschlagene Insitute zu retten, sagte Cameron.
Nach Angaben der Regierung sind die Gespräche über die Zukunft von Bradford&Bingley noch nicht beendet. Man erwarte, daß eine Entscheidung vor Handelsbeginn am Montag falle, sagte ein Sprecher des Schatzamtes.