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Österreicher wählen neues Parlament

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Österreicher wählen neues Parlament

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In Österreich wird an diesem Sonntag ein neues Parlament gewählt. Insgesamt treten zehn Parteien an. Die Meinungsforscher erwarten ein Kopf-an-Kopf-Rennen der bisherigen Koalitionspartner SPÖ und ÖVP. Beide Parteien müssen aber mit starken Verlusten rechnen. Die SPÖ unter ihrem Spitzenkandidaten, Verkehrsminister Werner Faymann konzentrierte sich im Wahlkampf auf staatliche Hilfen zur Linderung der Preissteigerung.
Damit konnte sie die ÖVP unter Vizekanzler Wilhelm Molterer in die Defensive drängen. Der Finanzminister betonte die Bedeutung einer soliden Finanzpolitik. Sollten SPÖ und ÖVP unter die 30-Prozent-Marke fallen, dürfte das die Bildung einer Koalition erschweren. Dann könnten die rechtspopulistische FPÖ mit Hans-Christian Strache und die von iohr abgespaltene BZÖ von Jörg Haider einer künftigen SPÖ-Minderheitsregierung zu wechselnden parlamentarischen Mehrheiten verhelfen. Die Koalition zwischen SPÖ und ÖVP war rund 20 Monate nach der letzten Parlamentswahl im Oktober 2006 aufgekündigt worden. Die Wahllokale schließen um 17 Uhr, bereits kurz darauf wird die erste präzise Hochrechnung erwartet. Wegen der erwartet hohen Zahl von Briefwählern könnte das Endergebnis bis zum 6. Oktober auf sich warten lassen.