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Bradford&Bingley vor der Pleite

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Bradford&Bingley vor der Pleite

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Eine weiteres britisches Finanzinstitut ist in großen Schwierigkeiten. Die Regierung in London dementierte am Samstagabend Berichte, sie habe bereits die Verstaatlichung des angeschlagenen Baufinanzierers Bradford&Bingley beschlossen. Die Gespräche über die Zukunft des Institutes seien noch nicht beendet. Man erwarte, daß eine Entscheidung vor Handelsbeginn am Montag falle, sagte ein Sprecher des Schatzamtes.

Auch beim belgisch-niederländischen Finanzdienstleister Fortis hat sich die Lage zugespitzt. Nach dem Kurssturz der Aktien und dem Rücktritt des Vorstandvorsitzenden am Freitag beraten die Aufsichtsbehörden Belgiens und der Niederlande über die Lage. Fortis will vor Handelsbeginn am Montag Einzelheit über den Verkauf von Unternehmensteilen bekanntgeben.

Der belgische Finanzminister Didier Reynders
bekräftigte, daß die Regierung die Sparer nicht im Regen stehen lassen werde. Aber es sei zunnächst die Aufgabe des Bankvorstandes eine Lösung zu finden.

Fortis hatte nach einer feindlichen Übernahme Teile des Konkurrenten ABN Amro übernommen. Dem Konzern stehen nach eigenen Angaben derzeit rund 300 Milliarden Euro zur Refinanzierung zur Verfügung.