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Bankenkrise erreicht Deutschland: Schieflage bei Hypo Real Estate

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Bankenkrise erreicht Deutschland: Schieflage bei Hypo Real Estate

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Mit der Münchner Hypo Real Estate ist erstmals auch eine deutsche Bank von der Finanzkrise erfaßt worden. Der größte europäische Hypothekenfinanzierer war wegen einer Fehlspekulation seiner irischen Tochter Depfa so gut wie zahlungsunfähig. Ein Bankenkonsortium konnte mit einem Kredit den Zusammenbruch des Instituts verhindern.

Um einen Kollaps des belgisch-niederländischen Finanzkonzerns FORTIS abzuwenden, beteiligen sich Belgien, die Niederlande und Luxemburg mit 11,2 Milliarden Euro an dem angeschlagenen Institut. An den Gesprächen zur Rettung von Fortis war auch EZB-Chef Jean-Claude Trichet beteiligt.

Der belgische Finanzminister Didier Reynders gab die teilweise Verstaatlichung von FORTIS bekannt: “Es handelt sich um eine Benelux-Lösung. Jede Regierung beteiligt sich mit jeweils 49,9 Prozent an der jeweiligen FORTIS-Bank in ihrem Land. Das entspricht 11,2 Milliarden Euro”.

Fortis soll den im Rahmen einer feindlichen Übernahme übernommenen Teil der ABN Amro vermutlich an die niederländische ING-Bank weiterverkaufen.

Auch für den angeschlagenen britischen Baufinanzierer Bradford & Bingley zeichnet sich eine Lösung ab. Die spanische Großbank Santander wird die Filialen und das Einlagengeschäft von Bradford & Bingley übernehmen. Die Verbindlichkeiten sollen verstaatlicht, das Institut abgewickelt werden.