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Rettungspaket für Banken gescheitert

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Rettungspaket für Banken gescheitert

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Das Rettungspaket der amerikanischen Regierung für die angeschlagene Bankenbranche ist vorerst gescheitert: Das Abgeordnetenhaus, die erste Parlamentskammer, lehnte den Plan überraschend ab.

Es waren vor allem die Republikaner, also die Partei von Präsident George Bush, die den Plan zu Fall brachten: Viele von ihnen sind gegen einen derartigen staatlichen Eingriff in die Wirtschaft, wie ihn das Fünfhundert-Milliarden-Euro-Rettungspaket darstellt. Mehr als zwei Drittel der Fraktion stimmten deshalb gegen ihren Präsidenten.

Bush reagiert ernüchtert: “Ich bin über die Abstimmung enttäuscht”, sagt er; “wir hatten einen großen Plan vorgelegt, weil wir auch ein großes Problem haben. Ich werde nun mit meinen Wirtschaftsberatern zusammenkommen, und ich werde mit den Fraktionsspitzen im Kongress versuchen, einen Ausweg zu finden.”

Für den Nachmittag hat das Weiße Haus eine Rede von Bush angekündigt. Die Zeit, um das Rettungspaket selbst zu retten, wird allerdings knapp: In gut einem Monat stehen die Wahlen an – nicht nur für das Präsidentenamt, sondern unter anderem auch für das gesamte Abgeordnetenhaus. Am Donnerstag will das Parlament noch einmal zusammenkommen.

Der Rettungsplan sieht vor, dass die Regierung angeschlagenen Banken ihre faulen Kredite abkauft.

Solche geplatzten Hypothekendarlehen waren der Auslöser für die Finanzkrise.