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EU-Beobachter beginnen Einsatz in Georgien

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EU-Beobachter beginnen Einsatz in Georgien

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In den georgischen Krisengebieten hat die EU am Mittwoch mit ihrer Beobachtermission begonnen. Zu der Mission gehören mehr als 300 Experten, darunter vor allem zahlreiche Polizisten, aus 22 EU-Staaten. In den Pufferzonen nahmen die Beobachter ersten Kontakt mit der Bevölkerung auf. Viele Menschen sind immer noch auf der Flucht. “Sie haben unsere Häuser zerstört”, beklagt eine alte Frau – und so wie sie verlassen zahlreiche Familien die Region Südossetien.

Die EU-Beobachter durften freilich erst nach Verhandlungen mit den im Land stationierten russischen Truppen in die Pufferzonen um Südossetien und Abchasien. Laut einer Übereinkunft zwischen Frankreich und Russland soll die EU-Mission die Umsetzung des Waffenstillstandsabkommens, also den Abzug der russischen Truppen, überwachen und auch mögliche georgische Truppenbewegungen erkennen. Der Einsatz ist zunächst auf ein Jahr begrenzt. “Die Situation ist ruhig”, erklärt ein Beobachter. “Es gibt nichts Besonderes zu berichten. Wir haben keine Minen gefunden, nur einige kleine Sprengkörper, die nicht explodiert sind. Aber das ist alles.”

Waffen dürfen die EU-Beobachter gemäß dem Abkommen nicht tragen. Deutschland hat 25 Experten nach Georgien entsandt, Österreich vier. Die russischen Soldaten sollen die Pufferzonen bis zum 10. Oktober verlassen.