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EZB lässt Zinsen unverändert - deutet aber baldige Senkung an

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EZB lässt Zinsen unverändert - deutet aber baldige Senkung an

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Erstmals seit Ausbruch der Finanzmarktkrise vor mehr als einem Jahr steuert die Europäische Zentralbank auf eine Zinssenkung zu. Eine solche Option sei diskutiert worden, erklärte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet nach der Sitzung des EZB-Rats in Frankfurt. Am Ende seien die Leitzinsen aber bei 4,25 Prozent unverändert gelassen worden.

Allerdings deutete Trichet eine Zinssenkung in der nahen Zukunft an und begründete dies mit weiteren erheblichen Wachstumsrisiken für die Konjunktur. Die derzeitigen Turbulenzen an den Finanzmärkten könnten die Realwirtschaft stärker belasten als bisher angenommen.

Trichet nahm auch zu der aktuellen politischen Diskussion über einen gemeinsamen europäischen Rettungsfonds Stellung. Dabei vermied er indes eine klare Aussage und verwies auf die im Vergleich zu den USA unterschiedliche politische Architektur Europas.

Europa sei kein föderaler Bundesstaat und habe folglich auch keinen Bundeshaushalt. Ein Rettungspaket wie in den USA wäre daher der politischen Struktur Europas nicht angemessen.

Bislang hat die EZB die Finanzkrise mit der Bereitstellung von frischem Geld für die Banken bekämpft. Auch an diesem Donnerstag stellte die Notenbank den Banken erneut 36 Milliarden Euro zu einem Zinssatz von 2,75 Prozent für einen Tag bereit.