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EU ist uneins über Wege aus der Finanzkrise

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EU ist uneins über Wege aus der Finanzkrise

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Die 27 EU-Staaten steuern wegen der globalen Finanzkrise auf einen heftigen Streit zu. Vor dem Krisengipfel morgen in Paris sind die Positionen zur Idee eines gemeinsamen Rettungsfonds für notleidende Finanzinstitute höchst unterschiedlich.

Der Niederländische Premier Jan Peter Balkenende ist in Paris mit dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy zusammengekommen um die Idee eines internationalen Rettungfonds zu diskutieren, den Deutschland ablehnt.

Er sagt es sei wichtig dass Europa eine gemeinsame Strategie national verfolgt auch wenn es Staaten gebe die mit weniger Problemen umgehen müssen als andere.Die EU muss weiterhin zusammenarbeiten.

Die irische Regierung reagierte auf die Krise mit Plänen, eine unbegrenzte Bürgschaft für die größten Banken des Landes zu übernehmen. In mehreren EU-Staaten wurde der Schritt scharf kritisiert, aus Angst vor einer Massenabwanderung von Investoren nach Irland.

Führende ökonomen fordern die EU Staaten zu einem gemeinsamen Vorgehen auf. Daniel Gros ist Direktor des Centre for European Policy Studies in Brüssel.

“Es ist vollkommen einsichtig dass man national glaubt unser Banksystem ist sicher, warum sollte man für die anderen bezahlen. Es wird nie zu einer Einigung in Europa kommen, wenn die meisten Leute und die Finanzminister so denken.
Es muss erkannt werden wenn eine Bank in einem Land zu Grunde geht, dass eine solche Krise sich auf die Banken anderer Länder sehr schnell ausbreiten wird.”

Unterdessen hat Brüssel Deutschland für die Rettung des angeschlagenen Immobilienfinanziers Hypo Real grünes Licht gegeben. 35 Milliarden Euro wird die Regierung gemeinsam mit einer Gruppe deutscher Finanzinstitute bis nächsten Frühjahr zur Refinanzierung zur Verfügung stellen.