Eilmeldung

Eilmeldung

Erstes TV-Duell zwischen Biden und Palin

Sie lesen gerade:

Erstes TV-Duell zwischen Biden und Palin

Schriftgrösse Aa Aa

Gravierende Unterschiede in der Wirtschafts-und Außenpolitik haben den Schlagabtausch zwischen den beiden Kandidaten für das Amt des US-Vizepräsidenten, Joe Biden und Sarah Palin, bei ihrer Fernseh-Debatte in St. Louis geprägt.

Der demokratische Vize-Kandidat Biden kritisierte scharf die Marktgläubigkeit des republikanische Präsidentschaftskandidaten John McCain. Dieser habe sich wie US-Präsident George W. Bush trotz der Finanzkrise für weitere Deregulierung eingesetzt und noch Stunden vor Ausbruch der jüngsten Finanzkrise von der Stärke der US-Wirtschaft geschwärmt. Vor zwei Wochen habe er noch um 9 Uhr am Morgen davon gesprochen, dass die amerikanische Wirtschaft stark sei, um 11 Uhr habe er von einer Krise geredet. Das mache McCain nicht zu einem schlechten Kerl, aber er sei nicht auf der Höhe der Zeit. Biden verteidigte die Pläne des demokratischen Präsidentschaftskandidaten Barack Obama, die Steuern für die reichsten fünf Prozent der US-Bevölkerung zu erhöhen. Das sei ein Gebot der “Fairness”. Die Republikanerin Palin griff die Steuerpläne Obamas an. Dieser und Biden hätten für die stärksten Steuererhöhungen in der US-Geschichte gestimmt. Obama hae 94 Möglichkeiten gehabt, sich auf die Seite der Menschen zu stellen und die Steuern zu senken; er habe es aber vorgezogen, 94 Mal für Steuererhöhungen zu stimmen.

Außerdem ging es um die Außenpolitik. Biden verwies auf die überragende Bedeutung der Diplomatie. Dies gelte insbesondere für das Bemühen, den Iran vom Bau von Nuklearwaffen abzuhalten. Palin warf Obama vor, gegen die Finanzierung der US-Truppen im Irak gestimmt zu haben.