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Merkel: "Kein Freibrief für Bankrotteure"

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Merkel: "Kein Freibrief für Bankrotteure"

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Die Europäer wollen ihr Bankensystem in der Finanzkrise mit einem flexiblen Stabilitätspakt vor dem Zusammenbruch schützen. Darauf einigten sich die Spitzenpolitiker Deutschlands, Frankreichs, Italiens und Großbritanniens mit den Präsidenten der Europäischen Zentralbank und der EU-Kommission in Paris.

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel sagte:
“Die Lehre aus dieser Finanzkrise muss sein, dass wir einmal die Verantwortlichen auch zur Rechenschaft ziehen und dass wir auf der anderen Seite Regularien und Regeln einführen, die für die Zukunft solche Krisen verhindern.” Einen Freibrief für Bankrotteure werde es nicht geben, erklärte die deutsche Kanzlerin.

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy betonte, die außergewöhnlichen Umstände in der Wirtschaft und auf dem Finanzmarkt zwängen die EU jetzt staatliche Hilfen flexibel – jedoch im Sinne eines gemeinsamen europäischen Marktes – einzusetzen.

In den kommenden Wochen oder Monaten – so Sarkozy – solle es außerdem einen
“Gipfel der am meisten betroffenen Staaten zur Neugründung des Weltfinanzsystems” geben.

EZB-Chef Jean-Claude Trichet erklärte, die Menschen in der Euro-Zone könnten bei der Stabilisierung des Systems auf die Notenbank
zählen.