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Hypo Real Estate kämpft ums Überleben

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Hypo Real Estate kämpft ums Überleben

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Nach dem überraschenden Scheitern Rettungspakets für die Münchner Hypo Real Estate suchen in Berlin Vertreter von Bundesregierung, Notenbank, Bankenaufsicht und privaten Banken nach einer Möglichkeit das angeschlagene Institut zu retten. Offenbar braucht die Bank deutlich mehr Geld als bislang vermutet.

Bundeskanzlerin Merkel sicherte eine Lösung zu.

“Die Bundesregierung sagt am heutigen Tag, dass wir nicht zulassen werden, dass die Schieflage eines Finanzinstitutes zu einer Schieflage des gesamten Systems wird. Deshalb wird auch mit Hochdruck daran gearbeitet, die Hypo Real Estate zu sichern. Und wir sagen ausserdem, dass diejenigen, die unverantwortliche Geschäfte gemacht haben zur Verantwortung gezogen werden”, sagte Merkel.

Darüberhinaus gab die Regierung eine Art Garantie für Spareinlagen ab. “Wir sagen den Sparerinnen und Sparern, dass ihre Einlagen sicher sind. Auch dafür steht die Bundesregierung ein”, erklärte Merkel.

Bundesfinanzminister Steinbrück pflichtete bei: “Ich möchte gerne unterstreichen, dass wir in der Tat in der gemeinsamen Verantwortung, die wir in der Bundesregierung fühlen, dafür Sorge tragen wollen, dass die Sparerinnen und Sparer in Deutschland nicht befürchten müssen, einen Euro ihrer Einlagen zu verlieren. Dies ist ein wichtiges Signal, damit es zu einer Beruhigung kommt und nicht zu Reaktionen, die unverhältnismäßig wären und die uns die derzeitige Krisenbewältigung bzw. Krisenprävention noch schwieriger machen würden”.

Dem Vernehmen nach haben die Privatbaken den ursprünglichen Deal platzen lassen, weil sie eine höhere staatliche Beteiligung wünschen.

Nach Ansicht der Presse hat sich der Pariser Mini-Gipfel nicht auf ein koordiniertes Vorgehen in der Finanzkrise einigen können. Versuche des französischen Präsidenten Sarkozy, die Krise zu nutzen, um den Euro-Stabilitätspakt lockern, stießen auf den entschiedenen Widerstand des Chefs der Euro-Gruppe, des luxemburgischen Ministerpräsidenten Juncker.

Einen gemeinsamen Hilfsfonds für Banken wird es nicht geben, dafür wollen sich die Regierungen aber bei nationalen Rettungsmaßnahmen “abstimmen”. Auf einer weiteren Konfernz soll über eine grundlegende Neuordnung des internationalen Finanzsystems gesprochen werden.