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Schärferer Ton im US-Wahlkampf

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Schärferer Ton im US-Wahlkampf

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Einen Monat vor den Präsidentschaftswahlen in den USA haben die Republikaner ihre politischen Angriffe auf den demokratischen Präsidentschaftskandidaten Barack Obama erheblich verschärft. Sarah Palin, die republikanische Kandidaten für das Amt des Vizepräsidenten, warf Obama vor, in der Vergangenheit Kontakt mit linksgerichteten amerikanischen Terroristen gehabt zu haben.

Palin sagte bei einer Wahlveranstaltung im Bundesstaat Colorado: “Einer von Obamas ersten Unterstützern war ein Mann, der laut der New York Times zu einer Gruppe gehörte, die — ich zitiere — eine Reihe von Bombenangriffen auf Regierungsgebäude geplant habe.”

Damit bezog sich Palin auf Bill Ayers, den Mitbegründer der Weathermen — einer militanten Gruppe, die in den 60er Jahren Anschläge verübt haben soll. Ayers ist heute Professor an der Universität von Chikago.

Obamas Wahlkampfteam bezeichnete die Äußerungen Palins als beleidigend. Der demokratische Kandidat attackierte derweil die Gesundheitspolitik seines republikanischen Gegner John McCain: “Wir haben genug davon, dass Kandidaten Jahr ein Jahr aus neue Pläne für die Gesundheitspolitik herausposaunen, die dann gleich nach Ende des Wahlkampfs zermalmt werden unter dem Gewicht der politischen Mühlen in Washington und dem Einfluss der Lobbyisten der Arzneimittelhersteller und Krankenversicherungen.”

Laut jüngsten Umfragen in den USA liegt McCain infolge der andauernden Finanzkrise in der Wählergunst weiter hinter Obama.