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Brutale Verluste an internationalen Börsen

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Brutale Verluste an internationalen Börsen

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Die sich verschärfende Finanzkrise hat den internationalen Börsen zu Wochenbeginn brutale Verluste beschert. Die Kurse notierten auf dem tiefsten Stand seit Jahren. Frankfurt verlor sieben Prozent, Zürich rund sechs Prozent. In Paris und Lissabon betrugen die Einbußen neun bis zehn Prozent, in Moskau fast 20 Prozent.

Vor allem neue Hiobsbotschaften aus der Bankenbranche versetzten Anleger in Panikstimmung. Die Aktie von Hypo Real Estate brach um fast 40 Prozent ein. “Ich bin seit 30 Jahren im Geschäft, aber das habe ich noch nie erlebt”, sagt ein Analyst in New York. Es sei beunruhigend zu sehen, wie maßlos die Märkte jetzt reagierten. Die Vernetzung der globalen Wirtschaft sorge nun dafür, dass die Probleme in Europa auf die USA zurückschlügen.

Börsianer in Frankfurt beschrieben das europäische Umfeld als “Katastrophe”. Noch sei nicht abzusehen, wieviele Banken noch in den Strudel gerissen würden.

In den weltweiten Abwärtssog der Börsen geriet ganz besonders Moskau. Am stärksten betroffen waren Banken, Energie- und Metallaktien. Anzeichen für eine Verlangsamung des Sturzfluges gebe es nicht, sagten Analysten. Seit seinem Allzeithoch im Mai dieses Jahres verlor der russische Leitindex RTS knapp zwei Drittel seines Wertes.