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Initiativen gegen Finanzkrise in verschiedenen EU-Staaten

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Initiativen gegen Finanzkrise in verschiedenen EU-Staaten

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Während sich die EU um ein einheitliches Vorgehen in der Finanzkrise bemüht, gehen Regierungen einzelner Staaten bereits eigene Wege. Dänemark garantiert Spareinlagen in unbegrenzter Höhe, – vorausgesetzt, die jeweilige Bank beteiligt sich an dem in der vorvergangenen Nacht verabredeten Sicherungsfonds, in den die Banken 4,7 Milliarden Euro einzahlen.

Wirtschaftsministerin Lene Espersen von den Konservativen erklärte, die Banken dürften nun wieder mehr Bereitschaft zeigen, sich gegenseitig Geld zu leihen. In jüngster Zeit hätten sie sich zurückhalten aus Furcht, die jeweils andere Bank könnte als nächste in Schwierigkeiten geraten. Doch mit dem neuen Fonds wäre niemand der Verlierer, und diese Sicherheit habe die Branche derzeit dringend nötig.

In Deutschland will die Bundesregierung mit einer nie dagewesenen Staatsgarantie das Vertrauen der privaten Haushalte dauerhaft sichern. Anders als bei der Staatsgarantie in Irland werden nach Regierungsangeban nur Spareinlagen von Privatpersonen geschützt. Deren Wert wird auf mehr als 1000 Milliarden Euro geschätzt.

Auch Island wird Spareinlagen bei den Banken des Landes garantieren. Dies erklärte die Regierung in Reykjavik. Dort war am Montag der Handel mit Aktien aus der Finanzbranche komplett gestoppt worden. Eine der größten Banken des Landes, Glitnir, konnte in der Vorwoche nur durch Übernahme von 75 Prozent der Anteile durch die Regierung vor dem Zusammenbruch gerettet werden.