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Streik in Belgien: Weniger Kaufkraft, mehr Zukunftsängste

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Streik in Belgien: Weniger Kaufkraft, mehr Zukunftsängste

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In Belgien haben Arbeitnehmer aus Protest gegen gestiegene Lebenshaltungskosten den öffentlichen Personenverkehr in mehreren Regionen lahmgelegt. Einige Verbindungen des Hochgeschwindigkeitszuges Thalys nach Deutschland fielen aus. Auch in Postämtern, Behörden, Krankenhäusern, Supermärkten und Fabriken wurde gestreikt.

Der Protest lähmte besonders die Hauptstadt Brüssel und andere große Städte. Der belgische Staat hatte sich in den vergangenen Tagen an zwei Rettungspaketen für die wichtigsten Banken des Landes, Finanzhäuser Dexia und Fortis, in Höhe von fast 17 Miliarden Euro beteiligt. Besonders die Arbeitnehmer im Finanzsektor fürchten nun um ihre Arbeitsplätze.

Gewerkschafterin Miranda Ulens (FGTB): “Im Moment sind einige Unternehmen ins Trudeln geraten. Aber das ist erst der Anfang. Der ganze Sektor wird Probleme bekommen, die ganze belgische Wirtschaft. Also senden wir ein starkes Signal – wir sind mobilisiert, haben Angst und machen uns Sorgen.”

Die Verbraucherpreise in Belgien sind im September im Vorjahresvergleich um 5,46 Prozent gestiegen. Um die Kaufkraft zu stärken, forderten Gewerkschaftsführer deshalb niedrigere Steuern auf Benzin, Gas und Heizöl. In gut einer Woche wird im belgischen Parlament der Haushalt 2009 diskutiert.