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Diskussion um Garantie von Spareinlagen

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Diskussion um Garantie von Spareinlagen

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Über die Krise an den internationalen Geldmärkten wurde auch in Berlin beraten. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel empfing den italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi. Nach Ansicht von Merkel braucht Europa eine enge Zusammenarbeit bei der Finanzkrise. Jedes Land müsse aber seine eigene nationale Verantwortung wahrnehmen, sagte Merkel.

Berlusconi ging noch einen Schritt weiter. “Ich habe vorgeschlagen und bin heute noch überzeugt: Das Beste wäre, wenn wir einen Schirm schaffen, einen gemeinsamen Ansatz der 27 Eu-Länder. Aber es ist schwierig, dahin zu kommen. Eine gemeinsame Methode scheint mir aber empfehlenswert.”, sagte Silvio Berlusconi. Mit diesem Vorschlag konnte er in Berlin nicht durchsetzen. Angela Merkel lehnte einen Garantie-Schirm aller EU-Länder erneut ab.

In London kam das Unterhaus zusammen. Die britische Regierung scheut vor der Garantie aller Spareinlagen zurück. Der britische Finanzminister Alistair Darling forderte auch deshalb engere Absprachen in der EU: “Ich habe immer gesagt, dass jedes Land tun muss was erforderlich ist, um mit den eigenen Verhältnissen klar zu kommen. Aber, ich glaube auch, dass Staaten zusammenarbeiten müssen, um die Stabilität beizubehalten.”

Der spanische Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero traf sich am Abend mit Bankenvertretern. Man einigte sich auf eine Aufstockung der Garantiefonds für Sparguthaben. Über die Höhe wurde nichts bekannt.