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Finanzkrise: Weitere Rettungsaktionen und ein erfolgreiches Modell

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Finanzkrise: Weitere Rettungsaktionen und ein erfolgreiches Modell

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Angesichts der Finanzkrise hat die isländische Regierung nun auch die dritte führende Bank des Landes verstaatlicht. Das größte Institut Islands, Kauphting, werde unter staatliche Zwangsverwaltung gestellt, teilte die Finanzaufsicht am Donnerstag mit. Die Regierung hatte eigens ein Eilgesetz erlassen, um die Verstaatlichungen zu ermöglichen. An der Börse in Reykjavik wurde der Aktienhandel bis Montag komplett gestoppt. Frankreich, Belgien und Luxemburg haben unterdessen die Hypothekenbank Dexia zum zweiten Mal gerettet. Wie der belgische Regierungschef Yves Leterme erklärte, werden die drei Regierungen zunächst für ein Jahr für Kreditaufnahmen der Dexia garantieren und so ihre Liquidität sichern. Vorige Woche war die Bank bereits teilweise verstaatlicht worden.

Von den finanziellen Turbulenzen kann ein Institut profitieren: Triodos in Belgien. Viele verunsicherte Anleger sehen die Bank als letzten sicheren Hafen für ihre Ersparnisse. “Wir investieren in die reale Wirtschaft”, erklärt der Direktor von Triodos Oliver Marquet. “Wir finanzieren ökologische Bauweisen, Windräder, kulturelle Projekte. Wir investieren weder in Hypothekenbriefe, die sich als Obligationen tarnen, noch in virtuelle Produkte.” Ein Geschäftsmodell, das gerade in Krisenzeiten Kunden anspricht. Und Triodos nützt die Chance, sich als stabile Alternative zu großen, aber mittlerweile oft windschiefen Bankhäusern zu präsentieren.