Eilmeldung

Eilmeldung

Island verstaatlicht erneut Bank

Sie lesen gerade:

Island verstaatlicht erneut Bank

Schriftgrösse Aa Aa

Islands schwere Finanzkrise verschärft sich. Die Regierung hat erneut eine Bank verstaatlicht. Nach der Landsbanki wurde auch die Kontrolle über die Bank Glitnir übernommen. Die Regierung sucht nach Lösungen, um einen Staatsbankrott zu verhindern.

Nach Hilfe beim internationalen Währungsfonds wurde aber nicht gefragt. Ministerpräsident Geir Haarde sagte auf einer Pressekonferenz: “Ich will hier nochmal unterstreichen, dass wir in diesem Punkt beim Internationalen Währungsfonds nicht nach zur Verfügung stehenden Krediten oder Programmen nachgefragt haben.”. Hilfe soll aber aus Russland kommen. Die Verhandlungen über ein Darlehen in Höhe von vier Milliarden Euro sollen am Dienstag in Moskau beginnen. Damit soll die isländische Krone stabilisiert werden.

Die Isländer haben Angst um ihr Geld. In Reykjavik versammelten sich mehr als tausend Menschen, um ihrer Betroffenheit über die Krise Ausdruck zu verleihen. Eine Teilnehmerin sagte: “Ich bin beunruhigt”, sagte diese Teilnehmerin. “Wir haben den Tiefpunkt erreicht. Nun müssen wir alle zusammenstehen, uns die Hände reichen und wieder hoch springen. Ich versuche mich nicht zu sorgen.” Die 300.000 Einwohner Islands hoffen, dass es ihnen gelingt, sich aus der Krise heraus zu arbeiten. Und setzten dabei auf die beiden Exportschlager: Aluminum und Fisch.