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Friedensnobelpreis 2008: vielleicht ein chinesischer Menschenrechtler

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Friedensnobelpreis 2008: vielleicht ein chinesischer Menschenrechtler

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An diesem Freitag wird der diesjährige Friedensnobelpreisträger bekannt gegeben. Die Auswahl gilt als völlig offen – aber in den Spekulationen tauchen die Namen mehrerer chinesischer Menschenrechtsaktivisten auf – darunter der Umweltschützer Hú Jiā, der auch das Thema Aids in China bekannt machte.

Ebenfalls genannt wird der Rechtsanwalt Gāo Zhìshèng, der immer wieder enteignete Bauern verteidigte. Die chinesische Regierung warnte dagegen das Nobelkomitee in Oslo – wenn auch in verhaltenen Worten. Es sei gegen die Statuten, so Außenamtssprecher Qin Gang, solle einer der Menschenrechtler auf der Liste den Preis bekommen.

Chancen hat auch russische Juristin Lidija Jussupowa, die seit langem für Menschenrechte in Tschetschenien kämpft. Für die Organisation ‘Memorial’ trug sie Jahre lang Zeugenaussagen aus dem Bürgerkriegsgebiet zusammen.

Vielen andere Namen sind im Gespräch, darunter auch die franko-kolumbianische Politikerin Ingrid Betancourt, die über sechs Jahre als Geisel von Rebellen im kolumbianischen Dschungel gelebt hatte – bevor sie im Juli von der Armee befreit wurde.