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IWF und Weltbank fordern mehr Zusammenarbeit gegen Krise

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IWF und Weltbank fordern mehr Zusammenarbeit gegen Krise

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Der Internationale Währungsfond warnt vor einer weltweiten Rezession. Aber, IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn sieht langfristig Hoffnung: Ende kommenden Jahres könne es weider einen Aufschwung geben. Im Vorfeld der Jahrestagung seiner Institution und der Weltbank sagte er, dazu sei jedoch dringend mehr Zusammenarbeit nötig – besonders in Europa:

Es bedürfe dazu nicht einmal einen gemeinsamen Rettungsfonds. Jedes Land könne für sich selbst handeln – wenn es sich zuvor mit den anderen abgestimmt habe. “Ein Beispiel: Irland hat für ein paar Tage eine Garantie für alle Bankguthaben beschlossen. Das ist gut, aber es muss die gleichen Garantien überall geben, sonst wird das Geld aus bestimmten Ländern abgezogen, und da angelegt wo es am sichersten scheint!” Ohne Abstimmung verschlimmere man nur die Probleme seiner Nachbarn.

Eine der Lehren, die man schon jetzt aus der Finanzkrise ziehen könne, so Strauss-Kahn weiter, sei, dass eine neue weltweite Finanzarchitektur nötig sei. Die G7, die Gruppe der sieben führenden Industrieländer, die ebenfalls an diesem Wochenende in Washington zusammenkommt, könnte für diesen Erneuerungsprozess allerdings höchstens Vorschläge entwerfen.

Auch Weltbank-Präsident Robert Zoellick sagte, die G7 sei der Krise nicht allein gewachsen. Aufstrebende Wirtschaftsmächte wie China und Indien sollten an den kommenden Entscheidungen beteiligt werden. Außerdem warnte Zoellick die Industrienationen davor, sich wegen der eigenen Probleme vom Schicksal der Armen abzuwenden. Neben den Belastungen durch explodierende Energie- und Nahrungsmittelpreise drohten Entwicklungsländern nun auch noch wirtschaftliche Folgen durch die Krise.