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Jörg Haider: Trauer um einen kontroversen Politiker

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Jörg Haider: Trauer um einen kontroversen Politiker

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Viele Österreicher trauern um Jörg Haider, der am frühen Samstagmorgen bei einem Autounfall tödlich verunglückt ist. Mit dem rechtspopulistischen Landeshauptmann des Bundeslandes Kärnten tritt die schillernste Figur der politischen Szene des Landes ab – vielen ein Feindbild, anderen ein Hoffnungsträger. In den Stunden vor seinem Tod hatte er an der Feier einer Zeitschrift in einem exklusiven Nachtklub in der Stadt Velden teilgenommen.

Bei einem Überholmanöver auf dem Rückweg – offenbar mit überhöhter Gewindigkeit – kam er von der Straße ab, überschlug sich und starb noch auf dem Weg ins Krankenhaus. Der ehemalige Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, mit dem Haider 1999 eine Koalition auf Bundesebene einging, lobt seinen Tatendrang: “viele Reformen wären ohne ihn nicht möglich gewesen.”

Haider wird vielen fehlen, und auch die Wiedervereinigung seiner Partei mit der FPÖ, mit der er das “dritte Lager” zur stärksten Kraft in Österreich machen wollte, wird er nicht mehr erleben. Doch könnte sein Tod sie beschleunigen, den das ohne ihn führerlos gewordene BZÖ könnte sich der stärkeren FPÖ nun um so leichter anschließen.