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Finanzkrise: IWF stellt sich hinter G7-Plan

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Finanzkrise: IWF stellt sich hinter G7-Plan

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Nach den G7-Staaten am Freitag, haben sich an diesem Samstag die Mitglieder des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington versammelt, um über die Finanzkrise zu beraten. Dabei einigten sich die Teilnehmer aus 185 Ländern, den Plan der sieben führenden Industrienationen mitzutragen. Sollten einzelne seiner Mitgliedsländer in Not geraten, werde der Fonds sie darüber hinaus mit Krediten unterstützen.

“Wir müssen bereit sein, vielen Ländern zu helfen”, sagte IWF-Direktor Dominique Strauss-Kahn. Viele Schwellenländer seien hart von der Krise getroffen worden – trotz jahrelanger vernünftiger Wirtschaftspolitik. Aber auch in Europa gebe es Länder, die schon bald auf IWF-Hilfe zurückgreifen könnten.

Um welche Länder es sich konkret handelt ließ Strauss-Kahn im Dunkeln. Auch der Aktionsplan, den die G7-Finanzminister am Vortag beschlossen, besteht in erster Linie aus Absichtserklärungen. Einigkeit herrschte vor allem, dass man nur gemeinsam der Krise Herr werden könne. US-Präsident George Bush versuchte den Märkten mit der Zusicherung gemeinsamen Handelns ins Gewissen zu sprechen.

Zur Wiederherstellung des Vertrauens soll den Banken nach dem Plan der G7 genügend Kapital zur Verfügung gestellt werden. Ob die Börsen aber dem Ruf der großen Finanzinstitutionen trauen werden wird sich zeigen: spätestens Montagmorgen, wenn der Handel wieder beginnt.