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Ein Schutzschirm über das Banksystem der Euro-Zone

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Ein Schutzschirm über das Banksystem der Euro-Zone

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Das gesamte Bankensystem der Länder, die den Euro als Zahlungsmittel benutzen, soll nach dem Willen der Staats- und Regierungschefs unter einen Schutzschirm gestellt werden.

Denn können die Banken kein Geld ausleihen, können sie auch keines verleihen – ob an die Wirtschaft oder an Privatpersonen. Für Übergangszeit wollen die Staaten darum die Anleihen der Banken untereinander garantieren – und damit Vertrauen schaffen:

“Die Idee ist: Wenn eine Bank A einer Bank B nicht zurückzahlen kann, was sie bei ihr geliehen hat – dann springt der Staat ein und begleicht die Forderungen”, erklärt der französische Wirtschaftswissenschaftler Christian de Boissieu. “Die Banken können sich also risikolos Geld leihen – eigentlich müsste der Geldfluss damit wieder in Gang kommen!”

Als weitere Möglichkeit der Hilfe sieht das Gipfeldokument den Einstieg der Mitgliedstaaten bei Banken vor – zum Beispiel durch den Kauf von Aktien ohne Stimmrechte. Sowohl die Garantien untereinander, als auch der Kauf von Wertpapieren soll dabei ausdrücklich auch bei denjenigen Banken möglich sein, die noch nicht in Zahlungsschwierigkeiten geraten sind.