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Barroso sieht Licht am Ende des Tunnels

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Barroso sieht Licht am Ende des Tunnels

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Das europäische Rettungspaket wird von den Märkten offenbar äußerst positiv aufgenommen. Dass das verlorengegangene Vertrauen wieder da ist, überrascht Howard Wheeldon von der Londoner Brokerfirma BGC nicht im mindesten: “Das Vertrauen, dass die Probleme der Kapitalmärkte gelöst werden, dass sich die Regierungen zusammengerauft haben, dass sie daran arbeiten, das ganze Problem zu lösen, gefällt den Märkten. Aber jetzt fängt die eigentliche Arbeit erst an”, meint Wheeldon.

Und die besteht darin, eine Rezession zu verhindern oder zumindest abzumildern. Auch der Chef der britischen Finanzmarktaufsicht, Hector Sants, fürchtet die Auswirkungen der Krise: “Wir erwarten keine Rückkehr zu der Ära des leichten Geldes, die vor der Krise bestand. Aber wir müssen sehen, wie die Ereignisse auf die Realwirtschaft durchschlagen”, meint Stants.

Ein Gedanke, der auch den Präsidenten der Europäischen Komission José Manuel Barroso
beschäftigt: “Wir haben nichts geringeres als ein Gemeinschaftspaket für die finanzielle Erholung und für die künftige Nachhaltigkeit beschlossen. Aber lassen sie mich klarstellen. Die Arbeit ist nicht beendet. Wir sehen das Licht am Ende des Tunnels, aber wir sind noch nicht da”, sagte Barroso.

Erste deutliche Anzeichen dafür, dass sich die Lage der Realwirtschaft verschlechtert, gibt es bereits, in Großbritannien fielen im September die Einzelhandelsumsätze um 1,5 %, der stärkste Rückgang seit vergangenem April.