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Island sucht weltweit Hilfe aus der Finanzkrise

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Island sucht weltweit Hilfe aus der Finanzkrise

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Das von der Finanzkrise besonders schwer betroffene Island bemüht sich weltweit um Hilfe:
In Moskau nahm eine isländische Delegation Gespräche über einen möglichen russischen Milliardenkredit auf. Russland hatte zuvor seine Bereitschaft erklärt, Island mit rund vier Millarden Euro zu helfen. Dänemark kündigte eine Hilfsaktion der Staaten des Nordischen Rats für sein kleinstes Mitgliedsland an. Die isländische Regierung will auch ein Hilfsersuchen an den Internationalen Währungsfonds richten.
In Reykjavik erklärte der Chef der isländischen Börse, der seit dem Morgen registrierte Kursverfall sei irreführend: Die Aktien der vergangene Woche nationalisierten Banken seien längst aus dem Handel genommen worden, sagte Thordur Fridjonson; diese Papiere hätten das Gesamtbild verzerrt.
Alle drei führenden isländischen Banken konnten in der letzten Woche nur durch die Verstaatlichung vor dem Zusammenbruch gerettet werden.
Der isländische Geldmarkt funktioniert nicht mehr: Wegen der zunehmenden Devisenknappheit wird mit Engpässen bei der Versorgung mit Importprodukten gerechnet.
Island muß so gut wie alle Lebensmittel mit Ausnahme von Fisch, Fleisch und Milchwaren importieren.