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Aserbaidschan wählt neuen Präsidenten: Wiederwahl Alijews gilt als sicher

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Aserbaidschan wählt neuen Präsidenten: Wiederwahl Alijews gilt als sicher

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In Aserbaidschan wird ein neuer Präsident gewählt. Knapp fünf Millionen Bürger sind an die Urnen gerufen. Zum Wahlauftakt blieb es friedlich. Wann mit der Veröffentlichung des Ergebnisses zu rechnen ist, ist unklar. Das Ergebnis selbst ist es nicht: An der Wiederwahl Ilcham Alijews bestehen kaum Zweifel.

Sechs Gegenkandidaten sind auf den Stimmzetteln präsent. In den Medien waren sie das nicht, kritiserten internationale Beobachter, von denen rund 1200 vor Ort sind. Das ölreiche Aserbaidschan ist geografisch und politisch eingeklemmt – zwischen Russland, Georgien, Armenien, dem Iran und der Türkei.

Langfristig will Alijew in die NATO, ohne es sich mit Moskau zu verderben. Der 46-Jährige war vor fünf Jahren nach dem Tod seines Vaters zu dessen Nachfolger im Präsidentenamt gewählt worden. Damals sei es weder fair noch frei zugegangen, kritisierten Beobachter.

Auch diesmal habe es keine politische Debatte gebeben, so die Organisation Reporter ohne Grenzen. Die wichtigsten Oppositionsparteien boykottieren die Wahl.

Der junge Ölboom hängt an der verletzlichen Pipeline durch Georgien in die Türkei. Mithilfe der Petrodollars rüstet Alijew auf – und nährte zuletzt die Angst vor einem Waffengang im mit Armenien umstrittenen Berg-Karabach.