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Spanien droht eine Rezession.

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Spanien droht eine Rezession.

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Immer mehr Menschen verlieren ihre Jobs, in der Baubranche läuft nichts mehr, der Immobilienmarkt ist eingebrochen. Spanien erzielte im September einen Negativrekord in der EU.

Die Arbeitslosenquote stieg auf 11,3 Prozent.
Im Schatten der Finanzkrise breitet sich die Jobkrise aus. Eine Frau sagt: “ Ich bin seit einiger Zeit arbeitslos. Ich komme damit noch klar, denn ich beziehe Arbeitslosengeld. Zum ersten Mal in meinem Leben. Ich bin deshalb sehr angespannt. Das bin ich nicht gewohnt. Eine Frau muß aktiv sein.”

14 Jahre dauerte der Immobilienboom. Dank schlecht ausgebilderter Arbeiter auf dem Bau und im Dienstleistungssektor. Spanien muß nun mit einer Armee unqualifizierter Arbeiter zurechtkommen. Die Arbeitslosigkeit bei Einwanderern steigt dreimal so schnell wie im Rest des Landes. Immer weniger wird gekauft. Das Geld ist knapp. Das wirkt sich aus. Eine Verkäuferin sagt: “ In meinem Job feuern sie schon die Leute. Es gibt weniger zu tun, auch in meiner Firma. Immer weniger. Den Lebenslauf zu schicken bringt nichts, es kommen kaum Angebote.”

Doch es gibt Gewinner der Krise. Spaniens führende Großbank Santander hat die größte US-Sparkasse Sovereign gekauft. In drei Jahren rechnet Santander mit einem Gewinn bei Sovereign von 750 Millionen Dollar.