Eilmeldung

Eilmeldung

Proteste gegen Berlusconis Schulreform

Sie lesen gerade:

Proteste gegen Berlusconis Schulreform

Schriftgrösse Aa Aa

Mehrere tausend Menschen haben in Italien gegen die Schulreform der Regierung Berlusconi demonstriert. Neben den wichtigsten Gewerkschaften hatte auch die oppositionelle Demokratische Partei zu den Protesten aufgerufen.

In den kommenden drei Jahren sollen fast 90.000 Lehrerstellen gestrichen werden; mit weiteren 44.000 wegfallenden Planstellen in der Verwaltung soll die Zahl der Beschäftigten im Erziehungswesen um 17 Prozent gekürzt werden. Die Regierung erhofft sich Einsparungen von 8 Milliarden Euro.

Die Gewerkschaften beklagen, dass Italien bereits vor den Einsparungen nur 4,7 Prozent seines Bruttoinlandsproduktes für das Schulwesen ausgibt; im europäischen Durchschnitt sind es fast 6 Prozent.

Umstritten ist auch die Erhöhung der Klassenstärken auf 30 Schüler und der Plan, in jeder Volkschulklasse künftig – wie in alten Zeiten – nur noch einen Lehrer einzusetzen und nicht mehr drei wie bisher.

Bereits im Dezember will die Regierung damit beginnen, Schulen zusammenzulegen. 2600 Schulen mit weniger als 500 Schülern sollen aufgelöst werden.