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Verhandlungen für russischen Kredit an Island vertagt

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Verhandlungen für russischen Kredit an Island vertagt

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Russland und Island haben eine erste Verhandlungsrunde über die Gewährung eines Notkredits an den nordatlantischen Inselstaat am Mittwoch abgeschlossen. Russland will die Anfrage nach 4 Milliarden Euro wohlwollend prüfen. Wann die Gespräche fortgesetzt werden, wurde nicht mitgeteilt.

Wegen der internationalen Kreditkrise steht Island vor dem Staatsbankrott. Der im Ausland hochverschuldete Inselstaat hatte in der vergangenen Woche seine Banken durch eine Verstaatlichung vor dem Zusammenbruch retten müssen. Gestern senkte die isländische Notenbank den Leitzins um 3,5 Prozentpunkte auf zwölf Prozent. In den nächsten Tagen will Reykjavik dem Internationalen Währungsfonds einen Rettungsplan vorlegen.

Die Lebensmittelvorräte Islands reichen nach Angaben der Importeure noch für etwa vier Wochen. Allerdings fehlen die Devisen für Nachschub, da der Devisenhandel fast zum Erliegen gekommen ist. Die isländische Krone ist ins Bodenlose gefallen.

Bis auf Fisch, Fleisch und Milchprodukte muss Island so gut wie alle Lebensmittel importieren.