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Französische Sparkasse gesteht Spekulationsverlust von 600 Millionen Euro ein

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Französische Sparkasse gesteht Spekulationsverlust von 600 Millionen Euro ein

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Die französische Caisse d´Epargne hat beim Handel mit Aktienderivaten einen Verlust von 600 Millionen Euro gemacht. Die Finanzkrise der vergangenen Wochen habe zu einem “Marktzwischenfall” geführt, so die Sparkassen-Gruppe wörtlich. Eine kleine Gruppe von Händlern habe unerlaubt zu große Risikogeschäfte betrieben.

Ein Gewerkschaftssprecher übte scharfe Kritik. Die Sparkasse habe sich an der Börse amüsiert, obwohl das nicht zu ihrem Geschäft gehöre.

Das Pariser Finanzministerium ordnete inzwischen eine Buchprüfung bei allen Unternehmen der Kreditwirtschaft an. Erst kürzlich war Frankreich zusammen mit den Regierungen Belgiens und Luxemburgs dem Finanzkonzern Dexia zu Hilfe geeilt.

Befürchtet wird bei der Caisse d´Epargne ein Spekulationsskandal wie bei der Société Générale.

Dort hatte der Derivatehändler Jerome Kerviel der einen Milliardenverlust verursacht. Dagegen zeigt sich die Caisse d´Epargne gewappnet. Das Unternehmen verfüge über Rücklagen von 20 Milliarden Euro.