Eilmeldung

Eilmeldung

Große Streiks und Demonstrationen gegen Sparprogramm in Italien

Sie lesen gerade:

Große Streiks und Demonstrationen gegen Sparprogramm in Italien

Schriftgrösse Aa Aa

Italiens Wirtschaftsminister Tremonti war nur eine der Zielscheiben des Protests bei Demonstrationen in zahlreichen italienischen Städten: Hunderttausende gingen gegen Sparmaßnahmen der konservativen Regierung auf die Straße. In vielen Bereichen des öffentlichen Dienstes und auch in Teilen des Privatsektors wurde gestreikt. Im Bildungsbereich sollen bis zu 130.000 Lehrer- und Verwaltungsstellen gestrichen werden.

Das Sparprogramm der Regierung bedrohe auch die Universitäten, sage ein Demonstrant in Rom: Der Plan, die öffentlichen Hochschulen in Privatstiftungen umzuwandeln, gefährde die Zukunft der öffentlichen akademischen Forschung.

Durch Arbeitsniederlegungen bei den Verkehrsbetrieben und die großen Demonstrationen kam es mehreren Großstädten zum Chaos auf den Straßen.

Bei den Eisenbahnen waren der Nah- und Fernverkehr betroffen. An den Flughäfen wurden Abfertigungsschalter bestreikt. Manche Reisenden erklärten sich solidarisch: Die Reformen seien falsch, sagte eine Frau, und es sei Zeit, sich zu wehren; dieser Streik sei der erste Schritt, die Unzufriedenheit zum Ausdruck zu bringen.

Für den 30. Oktober haben die großen italienischen Gewerkschaften einen Generalstreik und weitere Kundgebungen gegen die Schulreform angekündigt.