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EU-Kommissarin Kroes legt Plan zur Rettung polnischer Werften vor

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EU-Kommissarin Kroes legt Plan zur Rettung polnischer Werften vor

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EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes hat einen Plan zur Rettung der polnischen Werften vorgelegt. Sie sagte, die betroffenen Werften Stettin und Gdingen sollten ihre Besitztümer veräußern und zu einer Gesellschaft zusammengefasst werden. Mit dem Erlös könnten dann die staatlichen Hilfen zurückgezahlt werden, die die Werften erhalten hätten. Mögliche Investoren müssten diese Schulden nicht mehr übernehmen, die Unternehmen könnten bei einem Neustart auch etwas anderes produzieren als Schiffe.

Polens Ministerpräsident Donald Tusk hatte gestern beim EU-Gipfel in Brüssel erklärt, dass die EU-Kommission gemeinsam mit der polnischen Regierung nach einer Lösung suche. Erst kürzlich hatte Polen einen Aufschub der Rückzahlung von Milliarden Fördermitteln in Brüssel durchgesetzt und die Werften damit vor dem Bankrott gerettet. Hintergrund ist ein Versäumnis der abgewählten Regierung von Jaroslaw Kaczynski.

Sie hatte nicht rechtzeitig eine dreijährige Subventionsverlängerung für die Schiffbauindustrie bei der EU beantragt. Zusammen mit der Werft von Danzig geht es um 15.000 direkt betroffene und möglicherweise 60.000 indirekt betroffene Arbeitsplätze.