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Ahmadiyya-Gemeinde eröffnet erste Moschee im ehemaligen Ostdeutschland

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Ahmadiyya-Gemeinde eröffnet erste Moschee im ehemaligen Ostdeutschland

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Rund 300 Menschen haben am Donnerstag im Berliner Stadtteil Pankow gegen die Eröffnung der ersten Moschee auf dem Boden der ehemaligen DDR protestiert. Bereits in den vergangenen Jahren hatte der Bau der Moschee für Kontroversen gesorgt; während der Bauarbeiten war sogar ein Brandanschlag auf das Gebäude verübt worden.

Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse, der bei der Eröffnung zugegen war, hofft, dass die Differenzen bald beigelegt werden können: “Ich verstehe Ängste und Vorurteile haben viel mit Nichtwissen zu tun. Deshalb glaube ich, dass man Vorurteile durch Wissen überwinden kann.”

Hinter dem Bau der Khadija-Moschee steht die Ahmadiyya-Gemeinde, die in Deutschland rund 30.000 Mitglieder hat. Ihr Bundesvorsitzender ist Abdullah Uwe Wagishauser – und er kann die Haltung der Moschee-Gegner sogar bis zu einem gewissen Grad verstehen. “Es gibt eine Islam-Phobie in Deutschland”, meint er, “teilweise auch eine berechtigte. In vielen islamischen Ländern gibt es keine Religionsfreiheit, keine Meinungsfreiheit, darüber beschweren sich viele Christen auch zu Recht.

Aber wir stehen für einen Islam, der dafür kämpft, dass der Islam für Meinungsfreiheit und ganz besonders für Religionsfreiheit steht.” Die Ahmadiyya-Gemeinde stammt größtenteils aus Pakistan und versteht sich als islamische Glaubensgemeinschaft. In der muslimischen Welt herrscht allerdings Streit darüber, ob die Mitglieder der Gemeinde als Muslime gelten.