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Ende der "goldenen Zeiten" in Russland - Börse und Banken brechen ein

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Ende der "goldenen Zeiten" in Russland - Börse und Banken brechen ein

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Die Auswirkungen der globalen Finanzkrise treffen Russland immer härter. Die Moskauer Börse sackte gegen den europäischen Trend weiter ab und schloss mit einem Minus von sechseinhalb Prozent auf dem tiefsten Stand seit Jahren. Beoachter sprachen vom Abschied der “goldenen Zeiten”.

Der Leitindex RTS büßte seit Mai drei Viertel seines Wertes ein und notiert inzwischen deutlich unter der 700-Punkte-Marke. Das Versiegen der Kreditströme zwingt Konzerne und Oligarchen, Industriebeteiligungen zu verkaufen. Die Banken wiederum verlangen von Kunden die vorzeitige Rückzahlung von Darlehen.

Staatspräsident Dimitri Medwedew erklärte, die Regierung habe bereits Maßnahmen zur Stabilisierung des Finanzmärktes eingeleitet. So seien verschiedene Einlagensicherungssysteme geschaffen worden, um besonders Sparer zu schützen.

Doch Experten befürchten, dass die Milliarden der Hilfspakete nicht für alle reichen. Die Verteilung der Staatskredite verlaufe nicht transparent. Der Mittelstand bleibe auf der Strecke, da Moskau nur den großen Unternehmen helfe, damit diese Kredite bei ausländischen Banken tilgen könnten.