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Britisch-irakische Verhandlungen um Verlängerung der Truppenpräsenz

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Britisch-irakische Verhandlungen um Verlängerung der Truppenpräsenz

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Der neue britische Verteidigungsminister John Hutton ist zu einem Überraschungsbesuch im Irak eingetroffen. Er will die im Süden des Landes stationierten britische Soldaten besuchen – zuvor aber sind Gespräche mit der irakischen Führung geplant.

Es soll dabei um die Verlängerung der Präsenz der britischen Truppen gehen. Bis zum Ende des Jahres muss eine bilaterales Abkommen geschlossen werden, weil dann das UNO-Mandat ausläuft, das die Stationierung der britischen – wie auch der US-Soldaten – bisher regelte.

Im Süden des Landes sind derzeit noch rund 4100 britische Soldaten stationiert. Regierungschef Nuri al-Maliki sagte kürzlich, sein Land könne die Sicherheit in der Region um die Stadt Bassora nun auch ohne ausländischen Truppen gewährleisten. Zur Ausbildung von Sicherheitskräften seien die Briten dagegen weiter willkommen.

Auch die USA müssen bis zum 31. Dezember ein neues Abkommen mit dem Irak aushandeln. Gegen die Verlängerung der Präsenz amerikanischer Truppen demonstrierten gestern in Bagdad zehntausende Anhänger des Schiiten-Führers Muktada as-Sadr. Sie forderten von ihren Abgeordneten, einem neuen amerikanisch-irakischen Abkommen die Zustimmung zu verweigern.