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Mord an britischer Studentin in Perugia: Anklage fordert Lebenslänglich für einen Verdächtigen

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Mord an britischer Studentin in Perugia: Anklage fordert Lebenslänglich für einen Verdächtigen

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Im Fall des Mordes an der britischen Studentin Meredith Kercher hat die Staatsanwaltschaft im italienischen Perugia eine lebenslange Haftstrafe für den von der Elfenbeinküste stammenden Rudy Guede gefordert. Er habe Kercher vermutlich vergewaltigt, so die Anklage, dann habe er sie festgehalten, während ihre Mitbewohnerin, die 21-jährige amerikanische Studentin Amanda Knox, mit einem Messer auf die Britin eingestochen habe. Auch Amanda Knox’ Freund, der 24-jährige Italiener Raffaele Sollecito, soll an der Tat im vergangenen November beteiligt gewesen sein. Er habe ein Messer bei sich gehabt, es aber nicht verwendet, sondern Kercher nur festgehalten, heißt es.

Das Motiv für die Bluttat war angeblich Kerchers Wegerung, bei Drogen- und Sexspielen mitzumachen. Die drei Verdächtigen beteuern ihre Unschuld. Gegen sie spricht allerdings, dass sie sich bei der Befragung in Widersprüche verwickelten und versuchten, die Spuren in der Wohnung zu verwischen. Zudem wurden auf dem Messer DNA-Spuren von Amanda Knox gefunden. Laut der Anklage hätten die drei versucht, die Tat als Raubmord erscheinen zu lassen.

Ein Urteil gegen Guede wird noch im Lauf des Monats erwartet. Danach entscheiden die Richter, ob gegen Knox und ihren Freund das Hauptverfahren eröffnet wird. Den entsprechenden Antrag hat die Staatsanwaltschaft bereits eingebracht.