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Obama voller Demut angesichts Powells Unterstützung

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Obama voller Demut angesichts Powells Unterstützung

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“Mit Demut” hat Barack Obama, der demokratische Kandidat fürs Weiße Haus, die Unterstützung Colin Powells angenommen, Ex-Außenminister und Republikaner. Neben politischem Rückenwind bekommt Obama auch finanziellen: Zwei Wochen vor der Wahl kann er vier Mal so viel Geld ausgeben wie sein Kontrahent McCain.

“Ein großer Soldat, großer Staatsmann, großer Amerikaner hat unsere Kampagne für den Wechsel unterstützt”, sagte Obama, “ich bin mehr als geehrt, ich empfinde Demut angesichts der Unterstützung durch General Colin Powell.”

Der war nach dem Ausscheiden aus dem Amt auf Distanz zu George Bush gegangen. Das Irakkriegs-Werben vor dem Weltsicherheitsrat bezeichnete er später als Schandfleck. Powell, erster schwarzer US-Außenminister, machte klar, dass er Obama nicht der Hautfarbe wegen unterstütze, sondern weil dieser für einen Generationswechsel stehe. Gemeinsame Auftritte sind nicht geplant.

Für John McCain ist der Coup seines Parteifreunds und Altersgenossen ein nicht unerwarteter Schlag ins Gesicht: “Ich habe General Powell immer geschätzt und respektiert, wir sind seit langem Freunde, das ist keine Überraschung. Aber ich freue mich, dass mich vier andere Ex-Außenminister unterstützen: Kissinger, Baker, Eagleburger und Haig.”

Während sich McCain auch auf hunderte Ex-Militärs beruft, kann sich Obama mit der “Chicago Tribune” auf eine weitere, wichtige Zeitung stützen.