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Klimaschutzpaket: Italien und EU werfen sich falsche Rechnungen vor

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Klimaschutzpaket: Italien und EU werfen sich falsche Rechnungen vor

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Im Streit um die Umweltauflagen ist ein Zahlenkrieg entfacht. Italien bezeichnet die Kosten, die durch das Klimaschutzpaket entstehen, als zu hoch. Es geht von durchschnittlich 22 000 Millionen Euro aus.

Brüssel nennt Italiens Berechnungen übertrieben. Die Kosten beliefen sich maximal auf 12 000 Millionen Euro. Das Problem seien die Zahlen, die die italienischen Behörden im Zusammenhang mit dem Klimaschutzpaket genannt hätten, erklärte eine Sprecherin der EU-Kommission.
Zwar sei die Summe Italien zufolge wesentlicher Bestandteil unserer Einschätzungen. Allerdings sei diese dort so nicht zu finden. Man glaube, dass die Zahlen übertrieben seien, ergänzte die Sprecherin.

Bis Dezember soll es eine Einigung geben, dann beginnen die Verhandlungen für ein Kyoto-Nachfolge-Abkommen. Allerdings droht Italien notfalls mit Verzögerungen. Es gebe viele Länder, die angesichts der Auflagen ratlos seien, sagte die italienische Umweltministerin Stefania Prestigiacomo. Wenn die Forderung jedes einzelnen berücksichtigt werde, werde es das Abkommen im Dezember geben. Ansonsten werde es aufgeschoben.

Neben Italien befürchten auch andere Länder, ihre Unternehmen könnten ins nichteuropäische Ausland abwandern. Um dennoch den Zeitplan einzuhalten, muss die EU bis Dezember Überzeugungsarbeit leisten.