Eilmeldung

Eilmeldung

Kampf gegen Steuerparadiese

Sie lesen gerade:

Kampf gegen Steuerparadiese

Schriftgrösse Aa Aa

Frankreich und Deutschland haben Steuerparadiesen den Kampf angesagt. Bei dem Ministertreffen der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung forderten die beiden Länder bis Sommer 2009 eine überarbeitete schwarze Liste der Steueroasen. Dem schlossen sich 15 weitere Länder an. Laut dem französischen Haushaltsminister Eric Woerth müsse die Liste aktualisiert werden, damit die Internationale Gemeinschaft das Problem anpacke. Außerdem soll der Druck auf die betreffenden Länder erhöht werden, sich den internationalen Standards für Finanzgeschäfte anzupassen.

Gegenwärtig befinden sich auf der schwarzen Liste Monaco, Andorra und Lichtenstein. Diese Länder verweigern jegliche Informationen über ihren Banksektor. Aber laut OECD gibt es 38 weitere Länder, die ebenfalls ein stark ausgeprägtes Bankgeheimnis haben. Der deutsche Finanzminister Peer Steinbrück forderte, die Schweiz auf die Liste zu setzen, da das Land in Finanzfragen nicht ausreichend zur Zusammenarbeit bereit sei. Aber auch Österreich und Luxemburg hätten keine ganz lupenreine Weste.