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Sarkozy fordert starke Rolle der EU

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Sarkozy fordert starke Rolle der EU

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EU-Ratspräsident Nicolas Sarkozy hat vor dem
Hintergrund der Finanzkrise eine Beteiligung des Staates an Schlüsselindustrien vorgeschlagen.
Vor dem europäischen Parlament in Straßburg sagte er, die EU-Mitgliedsländer könnten staatliche Investitionsfonds gründen, die Aktien von Unternehmen kauften, deren Kurse in den Keller gesunken seien.

Europa müsse die Reform des Weltfinanzsystems vorantreiben, forderte Sarkozy. Die kapitalistischen Werte seien verraten worden, es gehe nicht darum, die Marktwirtschaft selbst in Frage zu stellen.
Die EU braucht seiner Meinung nach mehr Gewicht, um die Ursachen und die Konsequenzen der Finanzkrise weltweit zu bekämpfen.

Als Heilmittel erneuerte Sarkozy seinen früheren Vorschlag einer klar identifizierbaren Wirtschaftsregierung für die Euro-Zone. Wenn
die Krisen derartige Ausmaße annähmen, reichten Treffen der Finanzminister nicht mehr aus. Diese Wirtschaftsregierung sollte eng mit der
Europäischen Zentralbank zusammenarbeiten. Die Unabhängigkeit der EZB sei unantastbar, doch so wie bisher könne es nicht weitergehen, sagte Sarkozy.

An der Pariser Börse waren vor allem Banktitel in die Höhe geschnellt, nachdem die Regierung kräftige Kapitalspritzen für die Banken angekündigt hatte. Frankreich stärkt seine Großbanken und Sparkassen bis zum Jahresende mit 10,5 Milliarden Euro Eigenkapital.