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OECD: Soziale Ungleichheit in Industrieländern nimmt zu

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OECD: Soziale Ungleichheit in Industrieländern nimmt zu

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In den Industrieländern hat die soziale Ungleichheit zugenommen. Zu diesem Ergebnis kommt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in einer Studie. Demnach stiegen die Einkommen der wohlhabenderen Haushalte stärker als die der ärmeren. Davon seien etwa zwei Drittel aller 30 OECD-Mitgliedsländer betroffen.

Mexiko ist laut Studie das Land mit der größten Ungleichheit. Hier verdient ein wohlhabender Bürger soviel wie 25 Arme. Auf den folgenden Plätzen liegen die Türkei und die USA. Die gleichmäßigste Verteilung des Reichtums gibt es der OECD zufolge in Dänemark.

Die Schere zwischen hohen und niedrigen Erwerbseinkommen habe sich in den meisten Ländern weiter geöffnet. Dies liege daran, dass die Einkommen der Spitzenverdiener stärker gestiegen seien.

Nirgendwo sonst ist die Ungleichheit seit dem Jahr 2000 so stark gestiegen wie in Deutschland. Auf die dort geringe Armutsrate hatte dies aber keinen negativen Einfluss. Großbritannien fiel auf, weil hier Ungleichheit und Armut deutlich zurückgingen.