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Thailändisches Gericht verurteilt Thaksin wegen Korruption

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Thailändisches Gericht verurteilt Thaksin wegen Korruption

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Der frühere thailändische Ministerpräsident Thaksin Shinawatra ist in Abwesenheit wegen Amtsmissbrauchs zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Seine Frau Potjaman befanden die Richter für unschuldig.

Thaksin war 2006 vom Militär gestürzt worden und ins Exil nach London gegangen. Im Februar dieses Jahres war der in weiten Teilen Thailands weiter populäre Milliardär in seine Heimat zurückgekehrt, um sich dem Prozess zu stellen. Im August war er aber erneut ins Exil gegangen, weil er den Prozess als nicht fair erachtete. Das Oberste Gericht Thailands befand den 59-Jährigen für schuldig, seine Frau beim Kauf eines Grundstückes vom Staat begünstigt zu haben.

Bei dem umstrittenen Geschäft ging es um ein Grundstück in bester Lage Bangkoks, dass Thaksins Frau 2003 für einen Spottpreis von umgerechnet knapp 16 Millionen Euro erworben hatte. Es soll dreimal so viel wert sein. Ein Gesetz gegen Korruption verbietet Politikern und ihren Ehepartnern Geschäfte mit dem Staat. Vor dem Gericht demonstrierten etwa 300 Anhänger Thaksins friedlich.