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Verstaatlichung der argentinischen Rentenversicherung

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Verstaatlichung der argentinischen Rentenversicherung

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Die Verstaatlichung des argentinischen Rentenversicherungssystems durch die Regierung Kirchner hat für weitere Verunsicherung an den Weltbörsen gesorgt. Der Merval Index der 43 wichtigsten argentinischen Aktien verlor 10 %, übers Jahr betrachtete hat er mehr als 50 % verloren. Es sind diese Kursverluste gewesen, die Staatspräsidentin Christina Fernandez Kirchner als Begründung für die Verstaatlichung anführt.

Analysten hingegen befürchten, die Regierung wolle mit dem Geld aus der erst vor 14 Jahren privatisierten Rentenkasse einen erneuten Staatsbankrott abwenden. “Ich möchte mit meinem Geld machen, was ich will und nicht von der Regierung gesagt bekommen, was ich zu tun habe”, sagt Pensionär Luis Lopez. “Die glauben allen machen zu können, ich war noch nie für diese Regierung, jetzt bin ich erst recht gegen sie”, sagt die Angestellte Marta Sanchez.

In den kommenden drei Jahren muss Argentinien Anleihen in Höhe von 21 Milliarden Euro zurückzahlen, dafür könnte man Einnahmen aus den Anlagen der Rentenkassen verwenden.