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OPEC will Ölpreisverfall stoppen

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OPEC will Ölpreisverfall stoppen

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Die OPEC fährt die Ölförderung drastisch zurück. Ab dem 1. November soll der Ausstoß um 1,5 Millionen Barrel pro Tag gedrosselt werden. Das beschlossen die Ölminister des Kartells auf einer Sondersitzung in Wien. Ungeachtet der Ankündigung sanken die Ölpreise weiter deutlich.

Die OPEC fördert künftig 27,3 Millionen Barrel pro Tag, das entspricht einem guten Drittel der weltweiten Nachfrage. Da diese wegen der Konjunkturflaute weiter sinkt, stürzten auch die Ölpreise ab: seit den Rekordwerten im Juli verloren sie fast 60 Prozent.

OPEC-Präsident Chakib Khelil sagte vor Journalisten, eine feste Preisvorstellung habe die OPEC mit ihrem Beschluss nicht im Auge gehabt. Er gehe davon aus, dass die jetzt beschlossene Drosselung der Förderung das Wachstum der Weltwirtschaft nicht beeinflussen werde. Grund für Preisrückgang sei die Finanzkrise und nicht umgekehrt.

Sollte die am Freitag verordnete Kürzung den Preisverfall nicht stoppen, könnten sich die Ölminister bereits im November wieder treffen, um über weitere Maßnahmen zu beraten.

Ein solche Konferenz könnte möglich werden, denn die Märkte zeigten sich unbeeindruckt. Der Preis für das Barrel Brent bewegte sich um die 61 Dollar. Die nächste ordentliche Konferenz der OPEC findet Mitte Dezember in Algerien statt.