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Großbritannien am Rande einer Rezession

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Großbritannien am Rande einer Rezession

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In Großbritannien hat sich die Konjunkturlage dramatisch verschlechtert. Von Juli September schrumpfte die Wirtschaftsleistung erstmals seit 16 Jahren. Wiederholt sich dies im laufenden Quartal, ist das Königreich per Definition in einer Rezession.

Finanzminister Alistair Darling mahnte dazu, Ruhe zu bewahren. Er verwies auf die bisher getroffenen Maßnahmen, mit denen London vor allem den Bankensektor unterstützt habe. Die Regierung sei entschlossen, die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen und für gesunde öffentliche Haushalte zu sorgen.

Nach einem leichten Plus im ersten Quartal stagnierte die britische Wirtschaft von April bis Juni. Im dritten Quartal schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt um 0,5 Prozent. Das war der erste Rückgang seit 1992 und zugleich der größte Absturz seit 1990.

Grobritannien ist von der Finanzkrise besonders betroffen, weil seine Banken eng mit dem darniederliegenden US-Immobilienmarkt vernetzt waren. Analysten in der Londoner City hatten daher früher oder später mit dem Abgleiten in eine Rezession gerechnet. Howard Wheldon von BGC Partners hat indes Vertrauen in die Abwehrfähigkeit der Finanzbehörden und rechnet mit niedrigeren Zinsen.

Der Reflex, einen größeren Einkommensanteil auf die hohe Kante zu legen, bremst das Wachstum immer weiter. So oder so: den Bürgern stehen harte Zeiten bevor.