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Anti-Berlusconi-Demonstration in Rom

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Anti-Berlusconi-Demonstration in Rom

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Hunderttausende Italiener haben in Rom gegen die Regierung von Ministerpräsident Silvio Berlusconi demonstriert. Die Schätzungen der Teilnehmerzahl gingen weit ausseinander: Die Polizei zählte rund Zweihunderttausend Menschen, die Veranstalter dagegen zweieinhalb Millionen. Zu der Wahl aufgerufen hatte die “Demokratische Partei”, die größte Oppositionspartei im Parlament.

Parteichef Walter Veltroni sagte, die Dinge werden sich ändern es gebe keinen Grund zur Resignation, ein anderes Italien sei möglich – indem man es zusammen schaffe.”
Hauptangriffsfläche der Demonstranten ist Berlusconi selbst. Ihm kreiden sie eine fehlende Sozialpolitik, eine verfehlte Bildungsreform und eine fehlerhafte Wirtschaftspolitik an. Der Regierungschef kanzelte sie aber ab: Die Demonstration ändere nichts an den Plänen der Regierung. Den Oppositionsparteien gehe es um nichts anderes, als sich der Regierung entgegen zu stellen. Das sahen die Demonstranten naturgemäß anders: Sie wollten – so dieses Transparent – Italien vor einem Demokratieverfall und einer Regierung bewahren, die das Parlament umgeht, indem sie zahlreiche Maßnahmen per Dekret anordnet.