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Finanzkrise steckt japanische Wirtschaft an

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Finanzkrise steckt japanische Wirtschaft an

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In Japan bedrohen die Finanzkrise und eine immer stärker werdende Landeswährung zunehmend die reale Wirtschaft. Die Regierung in Tokio äußerte sich besorgt über die schwindende Wettbewerbsfähigkeit der Exportwirtschaft und kündigte Gegenmaßnahmen an.

Durch den starken Yen werden japanische Produkte auf den Weltmärkten teurer. In den vergangenen Jahren war der Auslandsumsatz das wichtigste Standbein des japanischen Aufschwungs. Vor allem Elektronikunternehmen wie Sony und die Automobilbranche haben derzeit unter den Schwankungen zu leiden.

Umgekehrt verliert der US-Dollar gegenüber dem Yen seit Monaten an Boden. Kostete die US-Währung noch Mitte August fast 110 Yen, so fiel der Kurs Anfang Oktober auf 105 Yen. Zu Beginn dieser Woche notierte der Dollar nur noch bei 93 Yen.

Ministerpräsident Taro Aso versuchte inzwischen, die Gemüter zu beruhigen. So habe ein starker Yen auch sein Gutes, er beweise vor den Augen der Welt die wirtschaftliche Stärke Japans.

Zu schaffen machen der Wirtschaft Nippons indes die Schwierigkeiten des Finanzsektors.
Medienberichten zufolge planen einige Großbanken angesichts des Wertverfalls ihrer Aktienbestände Kapitalerhöhungen. So wolle Mitsubishi UFJ ihr Kapital durch die Ausgabe neuer Aktien um bis zu achteinhalb Milliarden Euro aufstocken.