Eilmeldung

Eilmeldung

Japans Wirtschaft in Nöten

Sie lesen gerade:

Japans Wirtschaft in Nöten

Schriftgrösse Aa Aa

Zur dramatischen Talfahrt des Börsenindex Nikkei am Montag kommen in Japan noch andere Probleme: Der Yen ist aufgrund von Spekulationsaufkäufen zur Zeit außergewöhnlich stark, was die Exportwirtschaft des Landes belastet. Die G7-Staaten äußerten sich bereits besorgt über das Auf und ab der Währung.

Regierungsschef Taro Aso versuchte, seinen Landsleuten Mut zu machen:“Ein starker Yen ist nicht nur schlecht für Japan. Wir dürfen nicht immer nur die schlechten Seiten sehen. Die Zeitungen tun ja gerade so, als würde das Land morgen kaputt gehen, aber da sstimmt nicht. Die Welt schaut auf uns mit Hoffnung.”

Die Regierung reagiert auf die Turbulenzen an den Märkten und will ihren Krisen-Fonds nun mit umgerechnet 84 Milliarden Euro auf das fünffache der bisher geplanten Summe aufstocken

Mehrere japanische Großbanken planen Kapitalerhöhungen.

Die Baisse an den Finanzmärkten und vor allem der hohe Yen greifen bereits auf die Realwirtschaft über. So meldeten mehrere Konzerne, darunter Sony und Canon deutlich nach unten korrigierte Gewinnerwartungen.