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FARC-Geisel Lizcano nach acht Jahren frei

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FARC-Geisel Lizcano nach acht Jahren frei

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Ein weitere, politische FARC-Geisel ist frei: Der konservative Abgeordnete Oscar Lizcano war mehr als acht Jahre in der Gewalt der kolumbianischen Guerilla. Nun desertierte einer seiner Bewacher mit ihm. Laut Verteidigungsminister Juan Manuel Santos hatte die Armee die Rebellen-Einheit eingekesselt. Nach drei Tagen erreichten die Beiden in der Nähe des westlichen San José del Palmar die Soldaten.

Lange war es dem 63-Jährigen verboten zu sprechen. Mit schwacher Stimme dankte Lizcano seinem Befreier, der den Mut gehabt habe, mit ihm alten Mann zu entkommen, aber auch der kolumbianischen Politik und dem Präsidenten.

Bereits vor zwei Wochen hatte sich ein Kämpfer ergeben und dem Militär Informationen geliefert.

Wegen des wachsenden Drucks, Hungers und des schlechten Gesundheitszustandand Lizcanos habe er sich zur Flucht entschlossen, so der Ex-Bewacher Isaza. Er soll eine Prämie erhalten und gemeinsam mit seiner Partnerin, ebenfalls einer desertierten FARC-Kämpferin, nach Frankreich ausreisen, so Präsident Alvaro Uribe. Paris hatte aufgabewilligen FARC-Kämpfern mehrfach Asyl angeboten.

Zuletzt war Lizcano in einem Video vom April zu sehen. Darin rief er das Militär zur Zurückhaltung auf. Kein Politiker war länger in der Gewalt der FARC als er. Die linksgerichteten Rebellen mussten zuletzt schwere Verluste hinnehmen. Laut Verteidigungsministerium zählen sie rund 9000 Kämpfer.